Deutscher Krimipreis 2019

And the winner is …

Zum nunmehr 35. Mal wurde der Deutsche Krimipreis vergeben – als ältester und renommiertester Preis für kriminelles Schaffen im deutschsprachigen Raum mittlerweile eine Institution.

Ausgezeichnet wurden in der Rubrik NATIONAL: Simone Buchholz für „Mexikoring“, gefolgt von Matthias Wittekindt („Die Tankstelle von Courcelles“) und Max Annas („Finsterwalde“).

INTERNATIONAL landete Hideo Yokoyama mit „64“ vor Tom Franklin („Krumme Type, krumme Type“) und Denise Mina („Blut Salz Wasser“).

 

Verliehen wurde der – nicht dotierte – Deutschen Krimipreis auch diesmal von einer Jury aus führenden Krimi-Kritiker*innen, Literaturwissenschaftler*innen und Krimi-Buchhändler*innen an Autoren und Autorinnen, die „literarisch gekonnt & inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben.“

Die ausführlichen Begründungen sind auf dieser Seite nachzulesen.

Hier noch einmal die komplette Übersicht der Preisträger*innen:

 

NATIONAL:

1. Platz: Simone Buchholz: Mexikoring (Suhrkamp)
2. Platz: Matthias Wittekindt: Die Tankstelle von Courcelles (Edition Nautilus)
3. Platz: Max Annas: Finsterwalde (Rowohlt)

 

INTERNATIONAL:

1. Platz: Hideo Yokoyama: 64 (64)
deutsch von Sabine Roth und Nikolaus Stingl (Atrium)
2. Platz: Tom Franklin: Krumme Type, krumme Type (Crooked Letter, Crooked Letter)
deutsch von Nikolaus Stingl (Pulp Master)
3. Platz: Denise Mina: Blut Salz Wasser (Blood Salt Water)
deutsch von Zoë Beck (Ariadne bei Argument)

 

Wie alles begann …

Als Journalist Reinhard Jahn und Werbetexter Werner Puchalla Anfang der 80er Jahre während ihrer Tätigkeit für ein Bochumer Stadtmagazin ihre gemeinsame Krimi-Leidenschaft entdeckten, hätten die Freunde wohl selbst nicht gedacht, welche Ausmaße das Projekt annehmen sollte, das sie damals initiierten.
Erst trugen sie ihre Bücher zusammen und gründeten damit das „Bochumer Krimi Archiv“ (26. März 1984), dann allerlei Informationen, mit denen die aufkommende deutsche Krimi-Szene unterstützt werden sollte, Events wurden geplant – und weil man schon dabei war, auch gleich ein Preis ins Leben gerufen.
Der Deutsche Krimi Preis.

Zeitsprung.
Fast 35 Jahre und fast 140 in- und ausländische Preisträger später …
Manche erhielten die Auszeichnung mehrfach; unangefochten an der Spitze, Stand 21.1.2019: Friedrich Ani, der den Preis sieben Mal bekam.

Diese und weitere interessante Informationen finden sich hier , während ihnen auf dieser Seite eine Liste der 119 besten Krimis präsentiert wird, erhoben im Jahr 1990.
Nr. 1: „Wenn der Postmann zweimal klingelt“ von James M. Cain, 1934).

Immer im Januar sind mittlerweile zehn Jurorinnen und 16 Juroren aus der Zunft der Kritiker*innen, Literaturwissenschaftler*innen und Buchhändler*nnen aufgerufen, jeweils drei Romane in den Kategorien National und International auszuwählen, die „inhaltlich originell und literarisch gekonnt dem Genre neue Impulse verleihen.“

Organisiert wird die Abstimmung vom Bochumer Krimi Archiv.

Der Deutsche Krimipreis ist nicht dotiert. Eine öffentliche Preisverleihung findet auch in diesem Jahr nicht statt.

 

Die Jury:

Kritiker:

Volker Albers (Hamburger Abendblatt) / Andreas Ammer (ARD) / Joachim Feldmann / Tobias Gohlis (DIE ZEIT) / Günther Grosser / Sonja Hartl / Reinhard Jahn (Bochumer Krimi Archiv) / Hermann Kling / Alf Mayer (Kritiker CrimeMag) / Peter Münder / Ulrich Noller (WDR) / Michaela Pelz (krimi-forum.de) / Thomas Przybilka (BoKAS) / Kirsten Reimers / Robert Schekulin / Jan Christian Schmidt (kaliber38.de) / Sylvia Staude (Frankfurter Rundschau) / Bettina Thienhaus / Thomas Wörtche.

Die Kritiker der Jury stimmen nicht für Titel, an deren Veröffentlichung sie aktiv beteiligt sind.

Krimi-Buchhandlungen: Claudia Denker (Buchhandlung Chatwins, Berlin) / Monika Dobler (Krimibuchhandlung Glatteis, München) / Christiane Dreiling (Buchladen Neusser Straße einzigundartig, Köln) / Cornelia Hüppe (Miss Marple, Berlin) / Christian Koch (Hammett, Berlin) / Torsten Meinicke (Buchladen in der Osterstraße, Hamburg) / Jutta Wilkesmann (Die Wendeltreppe, Frankfurt Main)

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